Switzerland: Status report on prison education (EN/DE)

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By: Thomas Wüthrich, Representative Central Region, Secretary of SWIPEA,

For the past 5 weeks, the teaching of basic education has not taken place in most of the penal institutions, or not as usual. In about a quarter of the 30 or so prisons where the teachers usually teach, instruction is not possible for reasons of space and staffing on the part of the correctional facility. 

In the majority of the prisons, distance learning takes place. Teachers prepare teaching materials and these are given to the participants. Often the materials can be e-mailed to a responsible person, who prints them out and hands them out to the inmates. In most cases, however, the teachers can work in the prison themselves and the materials are then distributed by internal mail. Here the teachers can take back the work done by the participants for correction. In some prisons all inmates are interested in receiving a learning booklet from the teachers to pass the time. 

Thanks to the creativity of both teachers and education managers, one-to-one talks between teachers and students are increasingly possible, either in the classroom or in the visiting room behind a glass divider, in accordance with the rules in force set by the Ministry of Health. 

And in two prisons, face-to-face teaching with smaller learning groups is still taking place. Since the lessons in basic education normally take place only half a day per week, this can be organised in this way. 

Two facts are remarkable. Firstly, now that teaching has been suspended, some prisons have asked if they can allocate the teachers to other tasks in the prison. Especially the help in the creative workshop or the care for elderly inmates were in the foreground. In places where the staff situation in the prison was tense, teachers also took over domestic duties or worked in the kitchen.Secondly, the prisons have taken the initiative and set up Skype stations so that inmates can communicate with family members who often live abroad. Until now, this has hardly been possible for “security reasons”.  And the prisons are absolutely clear that they cannot abolish this offer after the pandemic, but that it will be maintained.

The Swiss government is allowing primary and secondary education to resume from 11 May onwards.  Education in prisons will therefore be re-established as far as possible in accordance with the opportunities given in the prisons. 


German

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Seit 5 Wochen findet der Unterricht der Basisbildung in den meisten Vollzugseinrichtungen nicht oder nicht wie gewohnt statt. In rund einem Viertel der rund 30 Gefängnisse, wo die Lehrpersonen üblicherweise unterrichten, ist ein Unterricht aus räumlichen und personellen Gründen seitens der Vollzugseinrichtung nicht möglich. 

In der Mehrzahl der Gefängnisse findet ein Fernunterricht statt. Die Lehrpersonen bereiten Unterrichtsmaterialien vor und diese werden den Bildungsteilnehmern abgegeben. Oft werden die Unterlagen per Mail an eine verantwortliche Person gemailt, von dieser ausgedruckt und an die Insassen abgegeben. In den meisten Fällen können die Lehrpersonen aber im Gefängnis selber arbeiten und die Unterlagen werden dann über die interne Post verteilt. Hier können die Lehrpersonen die von den Teilnehmern erledigten Arbeiten zum Korrigieren zurücknehmen. In einigen Gefängnissen zeigten sich die alle Insassen interessiert, von den Lehrpersonen ein Lernheft zum Zeitvertreib zu erhalten. 

Dank der Kreativität der Lehrpersonen wie auch der Bildungsverantwortlichen sind unter Einhaltung der geltenden Regeln des Gesundheitsministerium zunehmend auch Einzelgespräche zwischen Lehrperson und Bildungsteilnehmer möglich sind, sei dies im Klassenzimmer oder im Besuchsraum hinter Trennscheibe. 

Und in zwei Gefängnissen findet immer noch Präsenzunterricht mit verkleinerten Lerngruppen statt. Da der Unterricht in der Basisbildung normalerweise nur einen halben Tag pro Woche stattfindet, kann dies so organisiert werden. 

Bemerkenswert sind zwei Tatsachen. Erstens, jetzt da der Unterricht eingestellt ist haben einige Gefängnisse angefragt, ob sie die Lehrpersonen auch für andere Aufgaben im Gefängnis eingesetzt werden können. Vor allem die Mithilfe in der Kreativwerkstatt oder die Betreuung von älteren Insassen standen im Vordergrund. Dort wo die Personalsituation im Gefängnis angespannt war, haben Lehrpersonen aber auch Hausdienste übernommen oder in der Küche gearbeitet. Zweitens, haben die Gefängnisse die Initiative ergriffen und richten Skype-Stationen ein, so dass die Insassen mit ihren Familienangehörigen kommunizieren können. Das war bislang aus “Gründen der Sicherheit” kaum möglich. Und die Gefängnisse sind sich absolut im Klaren, dass sie dieses Angebot nach der Pandemie nicht wieder abschaffen können, sondern dass es erhalten bleibt. 

Die Schweizer Regierung erlaubt, ab dem 11. Mai den Schulunterricht in der Primar- und Sekundarschule wieder aufzunehmen. Auch der Unterricht der Bildung im Strafvollzug soll dann den Möglichkeiten in den Gefängnissen gemäss wieder so weit wie möglich durchgeführt werden. 

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